Was genau ist überhaupt Natto und wie isst man es?

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Was ist japanisches Natto überhaupt?

Natto ist seit der Antike ein beliebter fermentierter Sojabohnen-Snack in Japan und eines der Dinge, die hierzulande aufgrund des seltsamen Geschmacks und der noch verrückteren Textur (noch) nicht wirklich populär geworden sind.

Es gilt als einzigartig nussig im Geschmack, mit einem starken (manche sagen: schlechten) Geruch und klebrig-schleimiger Textur, die sehr gewöhnungsbedürftig ist. Außerdem ist Natto reich an Nährstoffen und soll einen hohen ernährungsphysiologischen Nutzen haben, wie immer wieder betont wird von den Menschen als auch von Ernährungswissenschaftlern.

Natto hat einen hohen Vitamin-K2-Gehalt, antibakterielle Eigenschaften und einen hohen Ballaststoffgehalt. Die Nährstoffe stammen aus dem Fermentationsprozess bei der Herstellung. Du kannst diese gesundheitlichen Vorteile schon nutzen, indem du jeden Tag oder an einigen Tagen in der Woche eine kleine Portion Natto isst

Japanisches Natto

Also was ist Natto nun genau?

Natto ist ein traditionelles japanisches Nahrungsmittel, das aus fermentierten Sojabohnen hergestellt wird. Es ist dort schon seit dem Altertum bekannt. Auch heute noch essen viele Menschen Natto, es ist ein Lebensmittel, das in Japan von vielen Generationen geliebt und verehrt wird.

Die Herstellung von Natto beinhaltet einen Fermentationsprozess, bei dem Kohlenhydrate mit Hilfe von Mikroorganismen (Natto-Starter/Bacillus subtilis natto) unter anaeroben Bedingungen in Alkohol oder organische Säuren umgewandelt werden. Die Zutaten von Natto sind also nur Sojabohnen und ein Natto-"Starter", das Ergebnis ist wirklich ein kleines Wunder, wenn man es dann sieht.

Der einzigartige Geschmack von Natto

Japanisches Natto hat eine klebrige und schleimige Textur, einen starken Geschmack und einen ziemlich starken Geruch - es ist nicht für jeden etwas. Es ist etwas schwierig, den Geschmack zu beschreiben, aber man kann ihn mit gereiftem Käse vergleichen, mit einem kleinen Hauch von Bitterkeit. Viele Menschen lieben Natto, aber es gibt auch genauso viele, die es nicht mögen. Es ist ein Thema, dass die Japaner gerne Ausländer fragen, wenn man Japan bereist - eben weil es immer ein gutes Thema ist, das polarisiert.

Für diejenigen, die es noch nicht probiert haben: Bitte versucht es einmal und lasse uns deine Erfahrung in den Kommentaren wissen.

Wie man Natto verwendet

Wenn du Natto in einem Convenience Store (Conbini) in Japan oder z.B. bei uns kaufst, erhältst du normalerweise das Natto (versiegelt mit Klarsichtfolie/Plastik) mit Karashi-Senf (scharfer japanischer Senf) und japanische Sojasauce. Hier findest du es hier.

1) Trenne zunächst das Natto von der Klarsichtfolie auf der Oberseite. Nehme ein Essstäbchen und steche Sie es in die Mitte der Folie. Drehe das Stäbchen herum, um es leicht zu entfernen.
Dies ist eine sehr einfache Methode, um Natto zu genieße, ohne dass deine Hand durch die schleimige Textur klebrig wird.

2) Du musst das Natto mit dem Stäbchen mischen, bevor du es isst. Mische es gut, bis alle Bohnen viele dünne, klebrige Fäden bilden.

3) Nachdem es klebrig genug geworden ist, füge Karashi (typische japanische Senfsauce) und japanische Sojasauce hinzu.

4) Boom! Das Natto ist fertig zum Servieren!

Die Qual der Wahl: Toppings

Japaner essen ihr Natto gerne mit verschiedenen Toppings. Das können rohe Eier, Shoyu (japanische Sojasauce), gehackte Frühlingszwiebeln, Karashi (japanischer Senf), Wasabi (empfohlen für schwarzes Sojabohnen-Natto), Nori (Seetang), Kimchi, Furikake und viele andere Dinge sein. Auch serh beliebt ist Makrele, Reis und Natto.

Die Japaner sagen, dass einfacher Reis am besten zu Natto passt, besonders wenn er noch warm ist. Wenn man Natto mit Reis und rohem Ei mischt, wird daraus natto tamago kakegohan ("Reis gemischt mit rohem Ei plus Natto"). Aber es ist genauso gut möglich, es einfach so zu essen. Du wirst den einzigartigen Geschmack von Natto direkt in deinem Mund schmecken können!

Stelle sicher, dass du dein Natto gründlich umrührst/mischst, bevor du das Topping hinzufügst. Manche Toppings müssen danach noch einmal eingerührt werden, um den Geschmack gleichmäßig und lecker zu verteilen (z.B. Shoyu und Karashi).

Die verschiedenen Arten von Natto

Es gibt zwei Arten von Natto: Itohiki Natto und Tera Natto. Es gibt zudem auch noch gefriergetrocknetes Natto.
Itohiki-Natto ist das übliche Natto, das wir kennen und kann in 3 Typen kategorisiert werden:

1. Marudaizu Natto
Marudaizu verwendet die ganzen Sojabohnen und fermentiert sie zu Natto. Diese Art ist die beliebteste.

Die Größe der verwendeten Bohne beeinflusst die Klebrigkeit des Natto. Je größer die Bohne, desto weniger klebrig wird es, wenn man es mischt. Wenn du also neu in diesem Thema bist, ist die Wahl größerer Bohnen eine gute Wahl für Anfänger.

Schwarze Sojabohnen werden normalerweise mit Sojasauce und Wasabi als Topping verwendet. Der Belag ist anfangs etwas scharf (Wasabi), wird aber erfrischend, wenn du das Natto kaust. Was den Geruch angeht, so hat schwarzes Sojabohnen-Natto einen schwächeren Geruch und wird Menschen, die Natto eigentlich nicht so wirklich mögen, weniger stören.

2. Hikiwari Natto
Das gemahlene Natto wird durch Rösten der Sojabohnen -> Mahlen der Sojabohnen -> Entfernen der Schale -> und Kochen der Sojabohnen hergestellt. Diese Art von Sojabohnen schafft eine größere Oberfläche für die Bakterien, an der sie sich festhalten können, wodurch dieses Natto das klebrigste und am intensivsten schmeckende von allen ist. Hikiwari-Natto ist aufgrund seiner kleinen, zerkleinerten Größe leicht zu essen. Der Geschmack ist auch frischer als bei Marudaizo-Natto.

3. Goto-Natto
Goto-Natto ist eine fermentierte Form von Natto, Koji (Malz) und Salz. Es braucht etwa 1 Woche, um den Fermentationsprozess abzuschließen. Sein Ursprung liegt in Yonezawa, Präfektur Yamagata. Wenn es mit weniger Salz hergestellt wird, ist es auch unter dem Namen "Yukiwari" bekannt.

MYCONBINI Tipp: Versuche mal unser Natto mit frischem Reis und gegrillter Makrele, dazu etwas Wasabi und Sojasauce. Ein Geschmackserlebnis, dass du nicht vergessen wirst.


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